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Mount Abu

Infos

 

Mount Abu liegt auf über 1.200 Meter Höhe und der Verfasser war erstaunt, wie angenehm "kühler" es sich nach der per Linienbus absolvierten Bergeroberung anfühlte. So war es, auch dank der inzwischen ganz guten Fitness des Verfassers, möglich, die reichlich 4 km zum Dilwara-Tempelkomplex für die beiden Besuche zu laufen. Was sich außerdem als Glücksfall herausstellte, den so stieß der Verfasser auf das weltweit aktive Führungszentrum der Religionsgemeinschaft "Brahma Kumaris" und besuchte es. Ein ausgesprochen höflicher Mann, ganz in weiß gewandet wie alle dort Wirkenden, erläuterte dem Verfasser das Wesen dieses Glaubens, gab deutsches Info-Material mit und übergab eine Liste mit Kontakte in Deutschland - auch in Berlin - mit. Eine berührende Begegnung.

Dass sich in Mount Abu der vermutlich schönste Tempel der Religionsgemeinschaft der Jaina befindet liegt schlicht daran dass es im Jainismus eine dem Paradies vergleichbare Landschaft mit fünf Bergen gibt. Vier davon sind real und befinden sich in Mount Abu, Mount Girnar, Palitana und Ranakpur. Der imaginäre fünfte Berg heißt Astapada.

 

Nachsatz: Da die Jainas kein Leben vernichten dürfen kommen für sie z. B. Tätigkeiten in der Landwirtschaft nicht in Frage. Jaina sind Juristen, Händler, Lehrer, Mediziner. Die Inder meinen, alle Jainas sind wohlhabend. Gespräche und Beobachtungen des Verfassers zeigten, dass Jaina gut gebildet sind und den Wert von Bildung bestens kennen. In einem etwas schiefen Vergleich könnte man sagen, Jaina sind die Juden Indiens. Auch wenn deren Haupttätigkeitsfelder in Europa nicht glaubensbedingt sind, sondern historisch erwuchsen aus Berufsverboten.

 

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Delwara-Tempel

(Link)

Im Delwara-Tempelkomplex befinden sich vier fertige und ein unvollendeter Tempel.

Von den vollendeten konkurrieren der älteste Tempel (Vimala-Shah) und der Neminath-Tempel um den Preis der filigransten Darstellung von Menschen, Pflanzen, Tieren und plastischem Gebäudeschmuck.

Der Vimala-Shah-Tempel wurde im Jahre 1031 von einem reichen Minister (manche Quellen sprechen von zwei Brüdern in Ministerfunktion) gestiftet. Es arbeiteten 1.500 Architekten und Künstler sowie 2.500 Arbeiter vierzehn Jahre ohne Unterbrechung bis zur Fertigstellung.

Der Haupttempel von Ranakpur vermittelt ein sehr gutes Bild von der Gestaltungskraft der Jaina-Kultur.

Leider darf in der gesamten Anlage nicht fotografiert werden. Und das Verbot wird durchgesetzt: Leibesvisitation, Abgabezwang für alles was nach Foto- oder Videoausrüstung aussieht einschließlich aller Arten von Handys und Smartphones. Selbst im Internet sind kaum verwendbare Fotos zu finden. Die magere Beute - hier zeigt sich die Wirksamkeit des Verbots - befindet sich in der Bildergalerie. Der Kauf von recht guten Fotos zu einem angemessenen Preis (12 Stck Fotos, keine Drucke,  in Postkartengröße zu umgerechnet etwa 1,20 Euro) war möglich; die Fotos wurden nach der Reise gescannt und ebenfalls in der Bildergalerie veröffentlicht.

Am Wegesrand .....

(Link)

Wie es die Überschrift verspricht, hier gibt es Bilder vom "Rande des Geschehens".


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© Lothar Rehle / Erstveröffentlichung: 01.06.2013 /

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